Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren


http://myblog.de/leoargentinien

Gratis bloggen bei
myblog.de





Reise in die Quebrada

Jujuy ist eine Provinz Argentiniens ganz im Nordwesten Argentiniens und grenzt somit mit den Anden an Chile und Bolivien. Ich hatte das grosse Glück, mit dem Bruder Daniel ein bisschen reisen zu können, denn dort noch ein bisschen weiter im Norden von Fraile Pintado (wo ich derzeit wohne) gibt es unglaubliches zu sehen: die Berge sind farbig! hier der Link zu dem Fotoalbum auf Facebook: https://www.facebook.com/fuentede/media_set?set=a.10205960091510089.1073741876.1494008669&type=1&pnref=story. Die Farben sind von verschiedenen Erdzeitaltern. Niorgends sonst kann man diese so gut an der Oberfläche sehen. Es gibt rot, gelb, grün, lila, blau, weiss, UNGLAUBLICH. Wir haben ja kein Auto, also sind wir alles mit dem Bus abgefahren. Man verlässt die Hauptstadt von Jujuy und kann ein Spektakel der Natur beobachten: Wie sich der bergige Urwald in eine Steinlandschaft verwandelt. Zuerst ging es nach PURMAMARCA. Dort gibt es den Cerro de 7 Colores. Es ist ein kleines Dorf mit einer netten Kirche und Plaza und unglaublich viele Touristen, die alle ganz viel Artesanía einkaufen und 3 Pesos für die Toilette zahlen sollten. Dieses Dorf grenz an einen Berg, der hauptsächlich lila ist. Den wollten wir uns anschauen und auf dem Weg dorthin, ist dem Dani eingefallen, dass er hier ja eine Familie kennt, die mal auf einer Geburtstagsfeier in Fraile Pintado war. Wir haben ein bisschen rumgefragt und das Haus gleich gefunden, wo wir mit offenen Armen empfangen wurden. Wir haben ein paar Mate getrunken und Empanadillas gegessen und konnten leider nicht so lange bleiben, weil wir schon ein Busticket gekauft hatten, sehr zum Missfallen der Gastgeber, die uns gerne zum Mittagessen eingeladen hätten. Ich finde diese Gastfreundschaft unglaublich! Mich kennt ja sowieso niemand, aber auch der Dani hat die Familie eigentlich fast icht gekannt, aber wir wurden aufgenommen wie alte Freunde und danach wurden auch gleich Nummern ausgetauscht, damit wir auch wirklich mal zum Essen kommen können. Und zum Wandern, denn für den Wanderweg, wo man andere farbige Berge sehen hätte können, hatten wir leider keine Zeit mehr. Weiter gings nach Tilcara, ein Ort, wo früher eine Ureinwohner Hochburg war. Dort sind wir dann, an Lamas und Kakteen vorbei, einen Berg hochgewandert, von dem aus man das ganze Tal im Blick hatte. Die Aussicht war unglaublich schön, und ich finde diese Berge/Hügel, die übersäht mit Cordónes (Riesiger Kaktus) total lustig anzusehen. Es gab noch Reste der Hütten und des Friedhofs. Das Ziel dieses Tages war HUMAHUACA, wo wir bei Gloria, einer Schwester von Fernanda (Mitglied der MAristengemeinschaft), übernachten wollten. Dani war noch nie bei der Gloria zu Hause und hatte auch nicht ihre Handynummer. Im Bus haben wir dann der Fernanda eine SMS geschrieben, wann wir in Humahuaca ankommen, die Antwort war: Ich geb ihr Bescheid. Als wir aus dem Bus aussteigen empfängt uns Gloria - und Fernanda, die auch mit ihrer Familie bei Gloria zu Besuch war, und uns absichtlich nichts gesagt hat. Sie haben uns alle super in ihrer Familie aufgenommen, uns die Kinderzimmer zum Schlafen gegeben und für mich Empanadas gemacht. Ich habe mich bei ihnen wirklich wohl gefühlt und muss mir noch etwas überlegen, wie ich mich bei ihnen bedanken kann. Fernanda und Guillermo, ihr Mann, haben uns zwei Mal ins Zentrum begleitet, wo ich mir eine Weste aus Alpacawolle und noch ein paar schöne Sachen mehr gekauft habe. Ausserdem sind sie mit uns zum Hornocal gefahren, wo wir uns 1 Stunde auf 4300 hochgeschlängelt haben (Humahuaca liegt auf 3000m). leider hat die Sonne nicht geschienen, dann hätten die Farben noch mehr geleuchtet. Trotzdem war es einfach schön diese berge, die im Zickzack rausstehen, anzusehen. Ich hätte sie ewig anschauen können. Die Höhe hat mir Gott sei Dank nichts ausgemacht und ich war froh, dass es endlich mal etwas kälter war. Bei der Gloria zu Hause, haben wir dann wieder so lange geratscht und Mate getrunken, dass wir um 9 beschlossen habe, mit Fernanda und Guillermo und nicht mim Bus heimzufahren. Einer der zwei Kinder wollte ohnehin noch da bleiben, also war Platz im Auto. Gegen 11 sind wir dann in der Hauptstadt von Jujuy angekommen. Es hat sehr stark geregnet, sodass sie uns überredet haben, noch eine Nacht in der Wohnung der álteren Tochter zu bleiben. Die Wohnung liegt sehr zentral, also haben wir uns am nächsten Morgen noch ein bisschen die Stadt angeschaut. Wir wollten eigentlich eher nach Fraile Pintado aufbrechen, aber die Fernanda hat auch extra noch Lama gekauft, damit ich es probieren kann, dann sind wir natürlich noch länger geblieben und haben unsere schöne Zeit in super netter Gemeinschaft genossen
14.2.15 15:39


Werbung


Jujuy

Am 23. Januar ging für mich der zweite Teil meines Voluntariats in Fraile Pintado, Jujuy los. Als ich ankam war ich allein schon deswegen glücklich, weil es grün ist. Und zwar so ein richtig sattes Grün und nicht so ein halb vertrocknettes Grün wie man es in Neuquen ab und zu gefunden hat. Der Bruder Daniel hat mich mit einem Karren am Busterminal abgeholt. Ein Auto haben sie hier nicht. Einen Fernseher auch nicht. Und das Ibternet funktioniert auch nur morgens gut, wenn sich noch nicht alle Kinder der Nachbarschaft in unser WLAN eingeloggt haben. Aber das macht alles nichts, mir geht es hier gut. Die zwei Brüder mit denen ich hier zusammen lebe sind super nett, aber das Schöne ist, dass die Maristengemeinschaft nicht nur aus Daniel und Arturo besteht, sondern auch aus René, Fernanda, Guillermo, Ramon, Riki, Nelli, Mirna, Hernando, Miguel, Xamila.... Diese Leute habe ich gleich an meinem ersten Tag kennengelernt, als man sich getroffen hat, um noch einmal die Mission zu besprechen. Und es ist nicht so, dass man etwas zusammen plant, das macht und dann mal schaut wie's weitergeht. Nein, ständig kommt jemand vorbei, fragt wie es uns geht, trinkt ein paar Mate mit uns und schaut vielleicht am Nachmittag nochmal vorbei. Alles ganz spontan und uneingeladen. Es wird nicht geklingelt, sondern einfach hereinspaziert, wir kochen auch immer ein bisschen mehr, weil man nie weiß, ob nicht doch jemand zum Essen bleibt. Die Maristen haben hier auch eine Jugendgruppe etabliert, die sich regelmäßig trifft.

In der Mission, die diese Woche stattfindet,

bin ich mit den Jugendlichen im Barrio Loteo und spielen mit den Kindern Spiele, die wir mitgebracht haben (unter anderem auch einen Kickerkasten) die Erwachsenen besuchen die Häuser und missionieren, sie bringen also das Wort Gottes zu Ihnen. Fraile pintado hat 16 tausend Einwohner und ist ein bisschen zweigeteilt. Der ärmere Teil wohnt im valle dort ist auch das viertel loteo, das wir besuchen. Die Kinder sind den ganzen Tag auf der Straße, die Eltern kümmern sich nicht so wirklich um sie, die großen sind für die kleinen verantwortlich. Es gibt auch ein Drogenproblem hier. ich habe nicht so genau verstanden, was sie hier nehmen, aber Viele Jugendliche schnüffeln zb auch an Benzin. Ich finde es gut, dass wir genau in dieses viertel gehen. Die Leute freuen sich, wenn jemand kommt, sie besucht und ohnen auch zuhört.

Ansonsten ist es hier außer recht tropisch heiß auch recht chillig. Jeder kennt hier irgendwie jeden und das hauptverkehrsmittel ist der Roller. Den fährt man hier ohne Helm und Führerschein und da passen auch mal 4 Leute drauf.(zwei davon sind dann aber Kinder)

Ich bin gespannt wie es hier weitergeht, ich werde eher viele kleine Projekte machen und ganz schnell sind dann auch wieder meine 6 Wochen hier vorbei

29.1.15 19:44


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung